Projekt

Das Projekt bewertet das Risiko eines Rückgangs der Produktivität der marinen Ökosysteme als Wendepunkt für die vernetzten ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme des Northern Humboldt Upwelling System (HUS). Die extreme Variabilität der klimabedingten Produktivität dieses Auftriebssystems wirkt sich auf die lokalen Lebensgrundlagen und die weltweiten Märkte aus. Ein Schwerpunkt des Projekts ist das pelagische Offshore-System, das die industrielle peruanische Sardellenfischerei und ihre regionalen und globalen Auswirkungen durch den Export in internationale Märkte versorgt. Der zweite Schwerpunkt sind Küsten- und Inselanlagen (Galapagos), in denen die traditionelle Fischerei, Aquakultur und der Ökotourismus wichtige maritime Aktivitäten zur Sicherung der Lebensgrundlage sind. Mit einem Konsortium aus Biogeochemikern, Fischereiökologen, Ozean- und Ökosystemmodellen, Ökonomen, Sozialwissenschaftlern und wichtigen Interessengruppen aus Deutschland und Peru werden wir daran arbeiten, Rückkopplungen zwischen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Dynamiken in der HUS zu verstehen.

Weitere Informationen zur Projektförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Projektträgers (DLR) in Deutschland finden Sie hier: 

https://www.dlr.de/pt/en/desktopdefault.aspx/tabid-11212/16307_read-47496/

 

Übersicht Arbeitspakete

Humboldt-Tipping wird in acht Arbeitspaketen (WPs) durchgeführt, die jeweils zwei bis vier Aufgaben haben. Die Aktivitäten innerhalb verschiedener WPs sind stark miteinander verknüpft. Das System ist in drei Fallstudien unterteilt (pelagisches, Offshore-, Küstenbuchten und Inseln), die auf Unterschieden in den lebenden marinen Ressourcen und der Sozioökonomie wie Ökotourismus, kommerzielle und traditionelle Fischerei und Aquakultur basieren.

Übersicht der WP´ s:

(Durch klicken auf den Titel gelangen Sie auf die Seite des jeweiligen Arbeitspaketes)

WP 1: 
Biogeochemische/ökologische Kipppunkte des HUS 
(PI: Ulf Riebesell, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel)

 

WP 2: 
Belastungs-Zustands-Beziehungen und Fischproduktion im HUS 
(PI: Myron Peck und Saskia Otto, Universität Hamburg, UHH)

 

WP 3: 
End-to-End-Ökosystemmodellierung von ökologischen Kipppunkten im HUS 
(PI: Ivy Frenger und Andreas Oschlies, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel)

 

WP 4: 
Regionale und globale wirtschaftliche Folgen von Regimeänderungen in der Fischproduktion 
(PI: Julia Bronnmann, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, CAU)

 

WP 5: 
Sozial-ökologische Netzwerkmodellierung von benthischen Lebensräumen an der Küste und deren Nutzern 
(PI: Achim Schlüter, Leibniz-Zentrum für Tropische Meeresforschung Bremen, ZMT)

 

WP 6: 
Partizipative ökosystembasierte Managementstrategien für Veränderungen zwischen pelagischen Ressourcen im HUS 
(PI: Matthias Wolff, Leibniz-Zentrum für Tropische Meeresforschung Bremen, ZMT)

 

WP 7: 
Stakeholder Engagement und Governance-Strategien 
(PI: Michael Flitner, Universität Bremen)

 

WP 8: 
Projekt Management 
(PI: Jörn Schmidt, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, CAU)

 

Beirat

Das Projekt wird von einem wissenschaftlichen Beirat beraten. Die folgenden Institutionen bilden den Vorstand: 



MBARI, USA
Prof. Dr. Francisco Chavéz

CSIRO, Australia
Dr. Beth Fulton

IRD, France
Dr. Yunne Shin

UC Berkeley, USA
Prof. Dr. Frank Asche

GIZ, Peru
Dr. Philine Oft