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Unsere Mission

Auf der Grundlage verschiedener Modellierungsansätze und im Dialog mit verschiedenen Interessengruppen und Entscheidungsträgern werden wir mögliche Anpassungsmöglichkeiten untersuchen und Empfehlungen für die Steuerung ableiten. Diese sollen helfen, das Risiko der Auswirkungen von Kipppunkten auf die regionale Wirtschaft zu verringern und die Resilienz der Küstengemeinden in Peru zu erhöhen.

Arbeite und studiere mit uns

Die interdisziplinäre Ausrichtung des Projekts bietet Studierenden und Doktoranden verschiedener Fachrichtungen die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit in einem der relevanten Fachgebiete zu schreiben. Das PROMOS-Programm des DAAD unterstützt Forschungsaufenthalte im Rahmen der Bachelor- oder Masterarbeit.

Entdecken // Engagieren

Hier findest Du weitere Veröffentlichungen zu unserer Forschung!

Neuer Artikel! Unser blauer Planet: Die Verbindung zwischen Mensch und Ozean (englisch)

Neuer Artikel! Unser blauer Planet: Die Verbindung zwischen Mensch und Ozean (englisch)
© Frontiers for Young Minds

Sozial-ökologische Netzwerkanalyse: ein komplexes Thema in ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer für junge Leser:innen (8-15 Jahre) verwandelt.

Das Journal richtet sich jedoch nicht nur an junge Leser:innen: Die eingereichten Beiträge werden auch von Kindern begutachtet, die von wissenschaftlichen Mentor:innen angeleitet werden. Auf diese Weise werden neugierige Kinder in die Welt der Wissenschaft eingeführt und komplexe wissenschaftliche Konzepte für die nächste Generation von Menschen und Wissenschaftler:innen zugänglich gemacht, wodurch das Verantwortungsbewusstsein für unseren Planeten gefördert wird.

Also, schnapp dir deinen virtuellen Schnorchel und tauche ein in die Welt der sozial-ökologischen Netzwerke!

Kriegl M, Kochalski S, Straka TM, Gorris P, Schlüter A and Kluger LC (2024) Our Blue Planet: Connecting Humans and the Ocean. Front. Young Minds. 12:1076771. doi: 10.3389/frym.2023.1076771 (englisch)

Wissenschaftler:in für marine biogeochemische Modellierung und Klimamodellierung

Wissenschaftler:in für marine biogeochemische Modellierung und Klimamodellierung

Ein Blick in die Zukunft des Humboldtstroms vor der Küste Perus

Ein Blick in die Zukunft des Humboldtstroms vor der Küste Perus

Forschende in Kiel entwickeln gemeinsam mit ihren Projektpartnern in Lima Narrative für die Anpassung der Küstenfischerei am Humboldt-Strom vor Peru


Gemeinsam mit Stakeholdern wie der Küsten- und Industriefischerei oder Naturschutzverbänden wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kiel, Hamburg, und Bremen Anpassungsoptionen an den Klimawandel für eines der produktivsten Küstenökosysteme der Welt identifizieren und mit politischen Entscheidungsträgern umsetzen. Humboldt-Tipping verfolgt dabei drei Hauptziele, die Bewertung von Zukunftsszenarien auf unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen, die Untersuchung von Anpassungs- und Transformationsoptionen und die aktive Kommunikation und Diskussion der wissenschaftlichen Ergebnisse mit den Akteuren vor Ort.
 
In dem ersten Workshop der zweiten Phase wurden, basierend auf den Ergebnissen von vier Jahren Forschung und unter der Annahme möglicher zukünftiger sozialer wie ökonomischer Entwicklungen so genannte Narrative entwickelt. Diese Narrative zeigen verschiedene Szenarien des Humboldtstrom-Systems bis 2050 mit besonderem Fokus auf verschiedene Küstenfischereien (z.B. Sardelle), der Industriefischerei sowie der Aquakultur von Garnelen, Jakobsmuscheln und Meeresalgen. Das Wissen über vielfältige Entwicklungsoptionen ermöglicht es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Stakeholdern rechtzeitig Managementmaßnahmen zu entwickeln, um so einen Beitrag zur Ernährungssicherheit (SDG 2) für die Region und weite Teile der Weltbevölkerung zu leisten und die Förderung einer nachhaltigen Fischerei (SDG 14) zu unterstützen. Nach dem Auftakt in Lima und Kiel folgen weitere Workshops unter anderem mit Fischerinnen und Fischern in Sechura, der Hauptstadt der Provinz Sechura in der Region Piura im Nordwesten Perus.

Anpassen oder Untergehen

Anpassen oder Untergehen

Klimawandel verändert Küstenfischerei und Gesellschaft in Peru

Der Klimawandel hat direkte Auswirkungen auf eines der wichtigsten Fischgebiete der Welt. Im Humboldt-Auftriebsgebiet sind ökologische, soziale und wirtschaftliche Dynamiken so eng miteinander verknüpft wie in kaum einer anderen Region der Erde. Rund acht Prozent der weltweiten Fangmenge an Meeresressourcen stammen von den Küsten Perus. Rund 80 Prozent des Gesamtfangs werden als Fischmehl und Fischöl als Hauptbestandteil von Aquakulturfutter exportiert, zum Beispiel nach China und Norwegen.

Schwindende Fischbestände haben lokale und globale Auswirkungen

"Insbesondere die Folgen für die globale Fischereiwirtschaft sind ohne Anpassungsstrategien, die von den lokalen Nutzergruppen mitentwickelt und mitgetragen werden, nur schwer zu bewältigen", sagt Professorin Marie-Catherine Riekhof, Direktorin des Zentrums für Ocean and Society des Kieler Forschungsschwerpunkts Meereswissenschaften (KMS) an der Universität Kiel und Koordinatorin des Projekts Humboldt-Tipping, das ausdrücklich einen ganzheitlichen und transdisziplinären Ansatz verfolgt. Gemeinsam mit peruanischen wissenschaftlichen Partnern haben Forschende aus Hamburg, Bremen und Kiel ein Netzwerk aus Fischern, Verbänden, Kommunen und Nutzergruppen aus Aquakultur und Tourismus aufgebaut und mit ihnen vor Ort Methoden entwickelt, um sich an die veränderten Bedingungen anpassen zu können. Ausgangspunkt für die Arbeiten war die Analyse möglicher Auswirkungen einer Veränderung des Stickstoffkreislaufs im Humboldt-Auftriebsgebiet. Anorganischer Stickstoff ist ein wichtiger Nährstoff, der das Wachstum des Phytoplanktons in vielen marinen Ökosystemen begrenzt.

"Unsere Modellanalysen zeigen jedoch, dass Veränderungen im Plankton weit weniger Einfluss auf die Produktivität der Fischbestände haben als erwartet. Vielmehr deuten die Ergebnisse darauf hin, dass das Überleben der Nachkommen und Veränderungen im Lebensraum selbst einen großen Einfluss auf die Bestandsschwankungen haben", sagt Dr. Mariana Hill vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, die sich im Rahmen des Humboldt-Tipping-Projekts mit möglichen biogeochemischen Kipp-Punkten beschäftigt hat.

Ferner wurden auch Ökosystemmodelle erstellt und Klimaprojektionen analysiert, um Vorhersagen über Kipppunkte und künftige Klimabedingungen zu treffen. Die Prognosen zeigen einen möglichen Zusammenbruch oder Rückgang einiger wichtiger Arten wie der Sardelle, aber auch stetige Veränderungen, wie die oberflächennahe Erwärmung im Humboldt-Auftriebsgebiet.

Keine Anzeichen für abrupte Lebensraumumkippungen - Anpassung noch möglich

"Wir sehen derzeit keine Anzeichen für Kipppunkte des gesamten Ökosystems", sagt Dr. Giovanni Romagnoni vom Zentrum für Ocean and Society des Kieler Forschungsschwerpunktes (KMS) an der CAU. "Der eher allmähliche Rückgang der Artenvielfalt zur gleichen Zeit deutet darauf hin, dass neue Arten die Nischen derjenigen besetzen können, für die wir aufgrund des Klimawandels einen Kollaps vorhersagen müssen, und so deren ökologische Rolle übernehmen", sagt der Meeresbiologe Romagnoni, der vor kurzem vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung an die Kieler Universität gewechselt ist.

Um die Auswirkungen verschiedener Managementoptionen für den Umgang mit Kipp-Punkten zu untersuchen, hat eines der Arbeitspakete in Humboldt-Tipping einen konzeptionellen Rahmen geschaffen, die so genannte "Window of Tipping Point Analysis (WTPA)". Mit diesem können die verschiedenen Akteure ihre Handlungsoptionen ausloten. "Gute institutionelle Rahmenbedingungen können eine entscheidende Rolle dabei spielen, negative Folgen abzumildern oder sogar in positive umzuwandeln. In der zweiten Phase von Humboldt-Tipping wollen wir diese Anpassungsstrategien an die veränderten Umweltbedingungen konkretisieren", sagt Projektkoordinator Riekhof.

Virtuelle Ausstellung und Bildungsplattform präsentiert vier Jahre Forschung an der peruanischen Küste

Die Ergebnisse des Projekts werden in einer virtuellen Ausstellung präsentiert, die von Dr. Frederike Tirre vom Center for Ocean and Society des Forschungsschwerpunkts Kiel Marine Science (KMS) an der Universität Kiel entwickelt wurde. Tirre, die in der ersten Phase des Humboldt-Tipping-Projekts für die forschungsbasierte Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation zuständig war, erklärt: "Die Besucherinnen und Besucher können das Leben im und am Humboldtstrom und die verschiedenen Lebensräume im Ozean in einem 3-D-Modell erkunden und spielerisch in die verschiedenen Themen eintauchen. Die Ausstellung soll ein Gefühl für die Komplexität dieses bedeutenden Systems vermitteln und zeigt, wie eng auch wir in Deutschland und Europa mit dem Auftriebsgebiet des Humboldtstroms vor der Küste Perus verbunden sind."

Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, sich einen umfassenden Überblick über das Gebiet und seine globale Bedeutung zu verschaffen. Wer mehr erfahren möchte, findet im Bereich der Informationspakete weiteres Material zu den Ausstellungsthemen wie Fischerei, Nachhaltigkeit, Klimawandel und dem Humboldtstrom selbst. Wissenschaftliche Poster, Präsentationen, Berichte, Interviews und alle Kurzfilme, die während des Projekts entstanden sind, sind dort ebenfalls zu finden. Die virtuelle Ausstellung ist online und als Browserversion in Deutsch, Englisch und Spanisch frei zugänglich.

Link zur virtuellen Ausstellung:

https://virtex.humboldt-tipping.org/de/ausstellung

Link zur Original-Pressemitteilung:

www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/162-humboldt-tipping-peru

Deutschland und Peru vereinen sich für das Humboldt-Tipping-Projekt:

Deutschland und Peru vereinen sich für das Humboldt-Tipping-Projekt:

Ein umfassender Rückblick auf die letzten vier Jahre und ein Ausblick auf die bevorstehende zweite Phase

Besucher werden dann die Möglichkeit haben, einen umfassenden Überblick über das Gebiet und seine Bedeutung auf globaler Ebene zu erlangen. Die virtuelle Ausstellung soll auch in der zweiten Projektphase eine wertvolle Quelle bieten, um mehr über diese wichtige Forschung zu erfahren. Gleichzeitig soll die Ausstellung weiterwachsen um die neuesten Erkenntnisse und zukünftigen Anpassungsstrategien basierend auf aktuellster Forschung, abbilden.

Erfolgreicher Stakeholder-Tag während des abschließenden Symposiums des Humboldt-Tipping-Projekts in Lima, Peru

Erfolgreicher Stakeholder-Tag während des abschließenden Symposiums des Humboldt-Tipping-Projekts in Lima, Peru

Gesellschaft und Wissenschaft zusammenbringen

Begrüßt und in die Veranstaltung eingeführt wurden sie von Dr. Cornelia Andersohn, Vertreterin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Marie-Catherine Riekhof, Koordinatorin des Projekts Humboldt Tipping, Edward Barriga, Vertreter des peruanischen Projektpartners Instituto del Mar de Peru (IMARPE), Prof. Gerardo Damonte, peruanischer Projektpartner der Group for the Analysis of Development (Grade) und Armando Rosado vom Ministerio de Producción Peru. Prof. Gerardo Damonte moderierte die Veranstaltung.

Vormittags wurden relevante wissenschaftliche Ergebnisse in kompaktem Format präsentiert. Außerdem wurden Poster zu den verschiedenen Arbeitspaketen gezeigt und die fünf Kurzfilme, die im Laufe des Projekts entstanden sind, vorgestellt.

Der Nachmittag war ebenfalls dem Dialog und dem Austausch gewidmet: Mittels gezielter Workshops zu den Themen 1) Anpassungsstrategien in einer sich verändernden Welt: Wie Modelle uns helfen können, das Management zu verbessern, 2) Die Zukunft der industriellen Fischerei in Peru und 3) Governance der handwerklichen Fischerei wurde mit allen geladenen Gästen aus verschiedenen Branchen die Forschungsergebnisse, die Integration in die Praxis und die zukünftige Nutzung des gesammelten Know-hows der letzten vier Jahre lebhaft diskutiert.

Die Teilnehmer diskutierten über neue wissenschaftliche Erkenntnisse, über Kipppunkte im Humboldt- Auftriebsgebiet, aktuelle Herausforderungen und mögliche Zukunftsszenarien. Als eine Schlussfolgerung für ein mögliches weiteres Vorgehen wurde der Bedarf an mehr Möglichkeiten zum Austausch in einem ähnlichen Rahmen wie dem HT-Stakeholder-Tag genannt.

Eine Besonderheit der Veranstaltung war, dass der gemeinsame Austausch trotz der großen Vielfalt an unterschiedlichen Akteuren, und entsprechend unterschiedlichen Interessen, in einer spürbar konstruktiven und wertschätzende Atmosphäre stattfand.